5 Tipps, wie ihr Stress im Urlaub vermeidet

Juli, 21 2020

Euer Urlaub mit den Kindern sollte dazu dienen, euch ausgiebig zu entspannen und den Alltag zuhause loszulassen. Manchmal gibt es aber auch auf Reisen Faktoren, die euch Stress bereiten und im schlimmsten Fall schlechte Laune machen. Wir erklären euch, welche Punkte das sein können und wie ihr sie umgeht und vermeidet.

1. Gute Vorbereitung ist das A und O

Schon bei der Wahl des von euch favorisierten Ziels und Campingplatzes kann es losgehen. Vielleicht habt ihr unterschiedliche Vorstellungen und eure Kinder haben womöglich ebenfalls ganz eigene Ideen von einem tollen Urlaubsort. Möchtet ihr zum Beispiel lieber nach Kroatien oder nach Italien fahren? Und auch hier gibt es natürlich Unterschiede: Zieht es euch eher nach Istrien oder nach Dalmatien – nach Venetien oder in die Toskana?

Die Wahl des Urlaubsziels

Die große Auswahl macht es euch nicht einfacher: Seit 1992 ist die Anzahl der Campingplätze in vielen Bundesländern stark angestiegen. Daher gilt: Macht euch frühzeitig, am besten schon mehrere Monate im Voraus, Gedanken, wohin ihr fahren möchtet.

Ihr könnt eine Liste erstellen, auf der jedes Familienmitglied die für ihn oder sie wichtigsten Punkte festhält und daraus dann Kriterien basteln. Im Anschluss sucht ihr einfach den Ort und den Campingplatz, der eure gemeinsamen Vorstellungen am besten erfüllt. Eine Übersichtskarte der verschiedenen Campingplätze in den unterschiedlichen Ländern kann euch dabei helfen.

Frühzeitiges Packen

Rechtzeitiges Packen

Durch rechtzeitiges Packen spart ihr euch Stress am Tag der Abfahrt.

Gleiches gilt beim Packen: Auch hier solltet ihr rechtzeitig planen, was ihr mitnehmen möchtet und frühzeitig anfangen. Dabei kann euch unter anderem eine Packliste helfen. Nehmt nicht zu viel mit, bedenkt aber auch, was ihr und eure Kinder in jedem Fall benötigen könntet.

Bedenkt auch die Packwünsche der Kinder: Für sie darf beispielsweise das Lieblingsstofftier auf gar keinen Fall fehlen. Fragt sie einfach, was sie in jedem Fall gerne im Urlaub dabei hätten, setzt aber andererseits Grenzen und erklärt, dass die Möglichkeiten begrenzt sind.

2. In aller Ruhe und ohne Stress ankommen

Es ist wichtig, dass ihr euch vorher informiert, ob euer anvisiertes Ziel ein seriöser Campingbetrieb ist. So können viele böse Überraschungen beim Einchecken ausgeschlossen werden. Zudem könnt ihr euch gerade als Anfänger im Voraus über die vor Ort erforderliche Bürokratie informieren und dadurch alles Nötige bereit halten.

Eine besonders stressfreie Ankunft habt ihr bei einer stilvollen Glamping-Unterkunft. Das kann zum Beispiel ein komfortables Mobilheim, ein Abenteuer-Lodgezelt oder sogar ein Designer-Zelt sein. Der Vorteil ist, dass unter anderem luxuriöse Bettwäsche enthalten ist und nicht gepackt werden muss. Auch die Küche ist voll ausgestattet! So hat man insgesamt weniger zu organisieren. Die Unterkünfte stehen fertig bereit und man muss nur den Koffer abstellen, die Badesachen anziehen und kann sofort die Zeit am Pool oder Strand verbringen.

Ankunft

Mit wenigen einfachen Strategien kann der Campingspaß schon direkt nach der Ankunft beginnen.

Andererseits kann schon die Fahrt schlauchen, sodass selbst einfache Handlungen beim Einchecken nervig sind. Auch eure Kinder könnten nach langem Sitzen im Auto oder Camper erst mal eine Verschnaufpause brauchen. Allerdings gibt es eine Reihe von Tipps, wie ihr die Fahrt stressfrei gestalten könnt und so bei der Ankunft nicht allzu müde seid.

3. Stress durch beschädigte Gegenstände

Das Ziel ist gewählt, die Fahrt liegt hinter euch, ihr habt eingecheckt: Jetzt wäre eigentlich der Zeitpunkt für ungehinderte Entspannung. Leider ist dem nicht immer so. Beispielsweise können Schäden an verschiedenen Gegenständen euch überraschend die Laune verderben.

Schäden lassen sich oft nur schwer vermeiden, sie sind Teil des Alltags. Mit der richtigen Absicherung und etwas juristischem Wissen könnt ihr den Urlaub jedoch entspannt weiter genießen und macht euch weniger Gedanken.

Alles halb so wild – Verbraucher sind in einigen Fällen geschützt

Je nachdem, um welchen Gegenstand es geht, gibt es verschiedene Optionen, euch abzusichern. Habt ihr beispielsweise kurz vor eurer Abreise extra für den Urlaub noch schnell ein Fahrrad gekauft und merkt erst vor Ort, dass ein Schaden vorliegt? Dann gibt es unter gewissen Umständen Möglichkeiten, diesen spätestens nach der Rückreise erstattet zu bekommen. Garantien und Gewährleistungen bieten euch als Verbraucher entsprechenden Schutz.

Allerdings haben diese beiden Absicherungsvarianten ganz unterschiedliche juristische Grundlagen. Daher ist es am besten, wenn ihr euch schon vor dem Kauf eines Produktes für euren Urlaub genau informiert und wisst, welche Rechte ihr habt.

Wie ihr euch absichern könnt

Anders sieht es in vielen Fällen aus, wenn ihr den Schaden selbst verursacht. In einer entspannten Atmosphäre kann dies schnell passieren. Vielleicht waren eure Kinder nur einen Moment unachtsam und haben versehentlich etwas kaputt gemacht.

Macht euch am besten frühzeitig über eine für euch passende Versicherung Gedanken. Etwa eine sogenannte Außenversicherung, eine Ergänzung der Hausratsversicherung, kann ratsam sein. Diese ist in manchen Modellen bereits integriert, bei anderen müssen sie gesondert abgeschlossen werden.

Sandburg Schaden

Wenn im Urlaub mal etwas kaputt geht, gibt es Absicherungen. Nicht für alles, aber für das meiste.

Eine Außenversicherung übernimmt (aber meistens in einem geringeren Anteil als die eigentliche Hausratsversicherung) Schäden an euren Gegenständen, die außerhalb eures Haushaltes, also beispielsweise während eures Urlaubs entstehen. Dies gilt für bis zu drei Monate und eignet sich ideal für den Urlaub. Es sind äußere Umstände wie beispielsweise Diebstahl oder Hagel gedeckt. Und oft auch selbstverursachte Schäden, sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

4. Stressfaktor Kinder

Zugegeben, diese Überschrift klingt böser, als sie gemeint ist. Eure Kinder sind euch lieb und heilig, was mehr als verständlich ist. Gerade im Urlaub können sie aber auch zum Stressfaktor werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie in machen Momenten ganz eigene Vorstellungen haben, die vielleicht nicht in die Situation passen. Das ist völlig normal und nicht weiter schlimm. Wichtig ist, dass ihr richtig damit umgeht.

Zeit für die Eltern

Beispielsweise könnt ihr von vornherein vielleicht eine Stunde am Tag festlegen, in der die Kinder sich mit sich selbst beschäftigen. Quasi eine Art Zeitraum, der nur den Eltern gehört. Diese Zeitspanne nutzt ihr dann für euch, um zur Ruhe zu kommen.

Diesen Zeitraum solltet ihr frühzeitig kommunizieren und erklären, warum er notwendig ist und warum er auch euren Kindern Vorteile bringt. Schließlich sind die Kleinen vielleicht auch mal ganz froh, eine Zeit für sich zu haben und einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgehen zu können. Möglicherweise macht es für euch auch Sinn, durch Belohnungen Anreize zu schaffen.

Strategien zur Beruhigung

Auch schlechte Laune bei den Kleinen könnt ihr vorbeugen. Manchmal hilft es, die Planungen frühzeitig zu kommunizieren, sodass die Kinder sich darauf einstellen können. Das gibt ihnen rechtzeitig eine klare Struktur vor. Jungen Menschen fällt es dadurch einfacher, sich nach gewissen Gegebenheiten zu richten.

Falls eure Kinder trotz allem nicht zur Ruhe kommen, gibt es einfache Strategien, wie ihr dies erreichen könnt. Dazu gehören unter anderem das Einhalten einer mittäglichen Pause (vielleicht sogar ein Mittagsschlaf) und zum Beispiel die Gute-Nacht-Geschichte zum Einschlafen.

Abenteuer Zelt

Ein Abenteuer-Zelt bringt die Einschlaf-Geschichte zum Leben.

5. Wie ihr Alltagsstress im Urlaub vermeidet

Sicher kennt ihr den typischen Alltagsstress, der sich aus den täglichen Notwendigkeiten ergibt. Solche sind beispielsweise organisatorische Aufgaben oder auch Termine, die für Zeitdruck sorgen und euch so eure innere Ruhe rauben.

Was ist Alltagsstress im Urlaub?

Aber nicht nur in eurem Alltag, auch im Urlaub kann euch diese Form von Stress begegnen. Vor allem, wenn ihr eure Unternehmungen und das Erkunden der umliegenden Gegend plant und dabei an Vieles denken müsst, kann dies zu Stress führen.

Gleiches gilt für den Besuch Stadtführungen oder Museumsrundgängen in einer Stadt in der Nähe eures Campingplatzes. Auch das Einhalten einer Restaurant-Reservierung kann zu Stress führen. Gerade mit Kindern können diese organisatorischen Aufgaben anstrengend sein.

Gegenstrategien

Dem könnt ihr auf mehrere Weisen entgegentreten. Zunächst hilft es euch, jede Unternehmung rechtzeitig, vielleicht sogar schon vor dem Urlaub zu planen und genügend Zeit für Unerwartetes einzubauen. Zudem solltet ihr eure Unternehmungen mit etwas zeitlichem Abstand planen und das sprichwörtlich „straffe Programm“ möglichst umgehen. So können sowohl ihr, als auch eure Kinder die Trips genießen, ohne in inneren Stress zu geraten.

Andererseits solltet ihr darauf achten, das passende Verhältnis zwischen Unternehmungen und einfachen Auszeiten, in denen ihr einfach mal nichts tut, herzustellen. Gerade ein Campingplatz eignet sich hierfür prima. Ihr seid fernab vom Trubel der Stadt und könnt ganz entspannt in den Tag leben.

Fazit

Stress im Urlaub könnt ihr euch auf mehreren Wegen ersparen. Dazu gehören eine rechtzeitige Vorplanung sowie ausreichende Zeiträume zum Ausspannen und Nichtstun. Außerdem könnt ihr für viele Situationen, die Stress mit sich bringen, auf unterschiedliche Weise vorsorgen. So geht ihr sicher, dass euer Urlaub mit euren Kindern wirklich erholsam wird und ihr gestärkt in euren Alltag zurückkehrt.

Thomas Wolf
  • Autor: Thomas Wolf

Reagieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.