Campen mit Baby: Wann und wie ist das möglich?

Mai, 18 2020

Die Elternzeit ist eine hervorragende Möglichkeit für einen Urlaub mit der frischgebackenen Familie. Allerdings sind viele Eltern verunsichert, ob sie mit einem Baby campen können, ab wann das „erlaubt“ ist und was sie dabei beachten müssen. Wir haben daher alles Wichtige rund um das Thema zusammengetragen.

Campen Baby Elternzeit

Campen mit dem Baby in der Elternzeit

Eine gesetzliche Regelung, ab wann Eltern mit ihrem Baby in den Urlaub dürfen, gibt es nicht. Aber natürlich steht direkt nach der Geburt erst einmal die Erholung von Mutter und Kind im Vordergrund. Schließlich haben sie einige Strapazen hinter sich. Zudem muss sich die Familie an ihre neue Konstellation gewöhnen, was für die Mutter und den Vater ebenso gilt wie für eventuelle Geschwisterkinder. Es ist daher nicht sinnvoll, das Projekt „Camping mit Baby“ überstürzt anzugehen. Erst einmal lautet die Devise: In Ruhe zuhause ankommen, einen gemeinsamen Alltag finden und neue Energie tanken. Wie lange dieser Prozess dauert, ist individuell verschieden. Einige Familien haben also schon nach kurzer Zeit wieder Lust auf das Campen, andere erst nach einigen Monaten.

Ab wann mit dem Baby campen?

Wichtig ist, sich nicht unnötig unter Druck zu setzen. Glücklicherweise kann die Elternzeit flexibel gestaltet und somit zum Beispiel von einem Elternteil auf den nächsten Frühsommer verschoben werden, wenn perfektes Camping-Wetter herrscht. Wer hingegen schnell fit genug und motiviert ist, um den neuen Lebensabschnitt mit einem Campingurlaub einzuläuten, der muss sich an den Bedürfnissen des Kindes orientieren. Es ist also durchaus möglich, mit einem sehr jungen Baby zu reisen, das zum Beispiel weniger als drei Monate alt ist – sofern sichergestellt ist, dass all seine Bedürfnisse erfüllt werden. Gerade zu Beginn sind die Kinder schließlich noch unkompliziert. Solange sie bei ihrer Mutter sind und ausreichend Essen sowie Schlaf bekommen, ist ihnen die Umgebung eigentlich egal.

Für die Eltern bedeutet das einerseits, dass sie den Campingurlaub noch nach ihren eigenen Vorstellungen ausrichten können, quasi bevor das Kind alt genug ist und gewisse Ansprüche stellt. Andererseits sollte ihnen aber auch bewusst sein, dass ein sehr kleines Baby von dem Campingurlaub nicht viel mitbekommt und somit nicht direkt „Freude“ daran hat. Jede Familie muss daher selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um mit dem Kind in den ersten gemeinsamen Urlaub aufzubrechen. Als grober Richtwert ist ein Alter von drei Monaten aufwärts anzusehen.

Campen junge Familie

Reisen als junge Familie bei schönem Camping-Wetter im Frühsommer

Welche Vorbereitungen sind wichtig? 

Wer sich dazu entschließt, mit einem noch sehr jungen Baby campen zu gehen, sollte am besten vorab Rücksprache mit dem Kinderarzt halten. Dieser kann im individuellen Fall entscheiden, ob das Kind für das Vorhaben bereit ist oder noch nicht. Zudem kann er konkrete Empfehlungen oder Warnungen zur Reisegestaltung aussprechen – zum Beispiel eben zum Reiseziel oder der Sicherheit des Kindes im Wohnwagen. Zudem ist wichtig, dass sich die Eltern auch auf eigene Faust informieren. Spontanität ist beim Camping mit einem Baby nämlich nicht möglich. Oberste Priorität muss stattdessen seine Sicherheit und die Erfüllung seiner Bedürfnisse haben. Es gilt daher, vorab zumindest einen groben Reiseplan aufzustellen und zu prüfen, wo die Familie übernachten kann, mit welchem Wetter zu rechnen ist, wie die Milch für das Kind im Wohnmobil erwärmt werden kann und, und, und…

Welche Reiseziele kommen infrage?

Welche Fragen genau geklärt werden müssen, hängt ebenfalls vom Einzelfall ab. Dasselbe gilt für infrage kommende Reiseziele. Empfehlenswert ist nämlich ein Campingplatz in der Nähe. Dadurch ist sozusagen ein „Camping auf Probe“ möglich – und die Familie kann jederzeit umkehren, wenn sich unerwartete Probleme ergeben oder der Campingurlaub doch (noch) nicht so funktioniert wie erhofft. Zudem sind dadurch die Belastungen durch Klimawechsel, Luftveränderungen oder andere Umweltfaktoren geringer. Auch lange Fahrtwege entfallen und die Organisation ist im Allgemeinen weniger aufwändig, sodass sich die Eltern voll und ganz auf das Baby konzentrieren können. Je älter das Kind schließlich wird und je routinierter die Familie beim Camping ist, desto weiter können die Distanzen ausgedehnt werden. So ist beispielsweise mit einem ein- bis zweijährigen Kind ein Roadtrip durch Europa kaum noch ein Problem – zum Beispiel durch Frankreich oder Spanien aber auch andere als sicher geltende Länder.

Campen Baby Reiseziel

In ganz Europa gibt es viele schöne Ziele für einen Campingurlaub mit dem Baby.

Ist Camping für den ersten Urlaub geeignet?

Wer diese Tipps beherzigt, der kann durchaus mit einem kleinen Baby Campen gehen. Genau genommen ist der Campingurlaub als erste gemeinsame Reise sogar hervorragend geeignet. Denn er bietet ausreichend Flexibilität, um perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen zu können. Der Urlaub ist entspannend und aufregend zugleich, ohne dabei allzu weit reisen zu müssen. Es gibt zahlreiche familienfreundliche Campingplätze und spätestens, wenn das Kind schon etwas größer ist, hat es in der Regel auch viel Freude am Spielen in der Natur. Vor allem aber kommt es darauf an, dass die Eltern möglichst zufrieden und entspannt sind – denn das wirkt sich auch positiv auf das Baby aus. Wer also campingbegeistert ist, kann dieses Hobby auch mit Nachwuchs noch problemlos ausüben.

Sinnvoll kann es allerdings sein, nicht direkt im Campingmobil zu schlafen, sondern auf dem Campingplatz eine Unterkunft wie ein Mobilheim oder Lodgezelt zu mieten. Denn dadurch genießen die Eltern und das Kind etwas mehr Komfort. Zudem steht hier an heißen Tagen eine Klimatisierung zur Verfügung, denn je jünger das Baby, umso schlechter verträgt es extreme Hitze oder Kälte. Auch eigene Sanitärräume in den Mobilheimen und Lodgezelten machen die Versorgung des Kindes unkomplizierter – zum Beispiel mitten in der Nacht – und zugleich hygienischer. Es ist daher im Voraus zu prüfen, welche „Campingart“ mit Baby am besten geeignet ist.

Grundregeln für die Sicherheit des Babys

Wie bereits erwähnt, ist der Campingurlaub mit einem Baby nicht mehr so spontan möglich wie zuvor. Nur mit der richtigen Vorbereitung kann nämlich die Sicherheit und Versorgung des Kindes gewährleistet werden und das hat oberste Priorität. Vorbereitung ist daher das A und O für einen Campingurlaub mit Baby. Dabei gilt es folgende Dinge zu berücksichtigen:

  • Die Eltern müssen sich vorab umfassend informieren und sich sämtliches Wissen aneignen, welches sie für das sichere Reisen mit Kind benötigen. Das fängt bei der Frage an, wie sie das Baby sicher im Auto transportieren können und endet bei Dingen wie der konkreten Packliste.
  • Zudem gilt es, alle Eventualitäten in Betracht zu ziehen und entsprechende Notfallpläne zu entwickeln. Wo also befindet sich ein Kinderarzt in der Nähe des Reiseziels, wenn das Baby krank werden sollte? Wie schnell können sie heimkehren, wenn das Baby durch das Camping zu sehr gestresst wird? Und wie reagieren sie richtig in akuten Notfällen? Für diese Fälle bietet ein Campingurlaub in Europa viele Vorteile. Wichtig ist aber immer auch, sich über die Erste Hilfe beim Baby zu informieren, um richtig sowie schnell reagieren zu können und die notwendige Ausrüstung wie Verbandsmaterial einzupacken.
  • Weiterhin muss natürlich alles eingepackt werden, was das Kind für die Reise benötigt. Ein Glampingurlaub in einer voll ausgestatteten SunLodge kann dies vereinfachen, da die Glamping-Packliste in der Regel kürzer ausfällt. Am besten bleibt die Situation für das Baby so unverändert wie möglich, sprich es kann weiterhin in seiner gewohnten Position neben der Mutter schlafen, zu denselben Zeiten trinken, usw.
  • Auf die Packliste gehören je nach Alter des Kindes zum Beispiel ein Reisebett, ein Reisehochstuhl, die Wickeltasche, die Babynahrung sowie benötigte Medikamente oder Utensilien wie für die Zubereitung des Fläschchens.
SunLodge Familie Camping

In einer SunLodge steht für Ihren Campingurlaub als junge Familie schon alles bereit.

Sinnvoll ist daher, dass die Eltern frühzeitig damit anfangen, eine Check- sowie Packliste anzulegen. Dadurch sinkt das Risiko, etwas Wichtiges zu vergessen. So ist für das Baby seine optimale Versorgung sichergestellt – und für die Eltern maximale Entspannung. Mit der richtigen Vorbereitung wird der erste Campingurlaub als Familie somit ein unvergessliches Erlebnis und eine tolle Abwechslung zum Alltag in der Elternzeit. Zudem kann auch das Kind je nach Alter hier viele neue Erfahrungen machen und erste kleine Abenteuer erleben, zum Beispiel beim Babyschwimmen.

Habt ihr die Elternzeit für einen ausgiebigen Campingurlaub in Europa genutzt und habt weitere Tipps für das Campen mit einem Baby? Dann schreibt es uns gerne in den Kommentaren!

Till Hiemenz
  • Autor: Till Hiemenz
  • Nach seinem Abitur bereiste Till Europa sowie Südamerika und Südostasien und ist seitdem im Grunde besessen vom Reisen. Jedes Jahr wird mindestens ein Mal der Rucksack für mehrere Wochen geschnürt. In Europa hat Till schon fast jedes Land gesehen oder zumindest durchquert und sich einen Eindruck verschafft. Er weiß aber auch die Qualitäten vor der eigenen Haustür zu schätzen.

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