Campen mit der Familie: Sechs unschlagbare Tipps

Campen mit der Familie ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Insbesondere für Kinder sollte der Familienurlaub viel zu bieten haben. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Eltern für einen Campingurlaub. Spaß in der Natur, viele neue Freunde und ein gewisser Abenteuer-Faktor machen das Reisen auf diese Art zum Spaß für alle. Dennoch sollten Eltern auch beim Camping einige Dinge berücksichtigen.

1. Bequem liegen ist das A und O

Wer zum Camping fährt, ist nicht immer mit dem Wohnmobil unterwegs. Viele Familien finden es besonders spannend, eine Weile lang im Zelt zu wohnen, denn so lässt sich die Naturnähe noch besser genießen. Im Urlaub geht aber nichts über erholsamen Schlaf. Rückenschmerzen am Morgen und unbequemes Liegen in der Nacht sorgen nicht selten für gedrückte Stimmung. Daher sollten Eltern in hochwertige Schlafmöglichkeiten investieren, auf denen alle auch mehrere Tage hintereinander gut nächtigen können.

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Nicht immer gibt es beim Camping ein bequemes Reisemobil. (Quelle: Free-Photos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Welches Bett sich hier am besten eignet, muss jeder selbst entscheiden. Von hochwertigen und aufblasbaren Matratzen über spezielle Klappbetten bis hin zu dicken Faltmatratzen aus dem Fachhandel ist praktisch alles möglich. Wichtig ist nur, dass alle Schlafstätten in das ausgewählte Zelt passen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, probiert die ausgewählte Form am besten schon vor dem Urlaub aus und schläft mehrere Nächte darauf. So lassen sich unangenehme Überraschungen auf Reisen vermeiden.

2. Ziele vorab genau kennenlernen

Es gibt nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest Europas zahlreiche tolle Campingplätze, auf denen sowohl mit dem Wohnmobil als auch im Zelt Urlaub gemacht werden kann. Diese Plätze jedoch unterscheiden sich in Sachen Ausstattung teilweise deutlich voneinander und auch das Umfeld ist nicht immer familiengerecht. Eltern, die einen Campingurlaub planen, sollten sich daher sehr genau informieren, welche Angebote es vor Ort gibt und worauf sie möglicherweise verzichten müssen.

Es lohnt sich, vor der Suche nach einem Urlaubsziel eine Liste zu erstellen, auf der alle Wunschausstattungen notiert werden. So kann dann im weiteren Verlauf schneller herausgefunden werden, ob der individuelle Campingplatz auch wirklich alle Familienmitglieder glücklich macht. Eine gute Hilfe sind auch Foren, in denen sich Mitglieder mit der Reiseplanung für Camping beschäftigen. Hier können Familien von den Erfahrungen anderer Urlauber profitieren und erhalten zusätzlich einige Geheimtipps, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind.

3. Die Reiseapotheke nicht vergessen

Auch beim Camping mit Kindern reist das Risiko einer plötzlichen Erkrankung mit. Fieber, Schnupfen oder auch eine unangenehme Magen-Darm-Erkrankung sind vor allem bei den Kleinsten keine Seltenheit. Und auch wenn sich die meisten Infekte auf Reisen schnell auskurieren lassen, sind passende Medikamente wichtig. Familien sollten daher eine umfangreiche Reiseapotheke packen und mitnehmen. Hier hinein gehören beispielsweise:

  • Fiebersaft und Fieberthermometer
  • Nasenspray
  • Halstabletten
  • Pflaster
  • Mittel gegen Durchfall und Übelkeit
  • Wundsalbe
  • Hustensaft

Natürlich sollten auch Medikamente nicht vergessen werden, die ohnehin regelmäßig eingenommen werden müssen. Die Apotheken Umschau stellt weitere Tipps rund um die Reiseapotheke in einem Artikel bereit. Wer ins Ausland fährt und möglicherweise durch Grenzkontrollen muss, sollte eine Liste mit allen Medikamenten erstellen, um mögliche Unklarheiten schnell aus dem Weg räumen zu können.

4. Auch an schlechtes Wetter denken

Sogar im Sommer und an Reisezielen mit Schönwettergarantie kann es durchaus Tage geben, die nicht mit Sonne und warmen Temperaturen punkten. Regen, Wind oder auch ein Temperatursturz müssen den Spaß in der Natur aber nicht zwingend verderben.

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Auch im Regen kann ein Naturspaziergang Spaß machen. (Quelle: Thaliesin (CC0-Lizenz)/pixabay.com)

Wichtig ist aber, dass alle Familienmitglieder auch für die weniger schönen Tage gerüstet sind. Mit Regenjacken, Gummistiefeln, Matschhosen und einem warmen Fleecepullover müssen Entdeckungstouren nicht ins Wasser fallen. Hieraus ergibt sich zwar ein etwas umfangreicheres Reisegepäck, doch im Ernstfall überwiegen die Vorteile.

5. Zusatzschutz für die Familie schaffen

Spaziergänge im Wald, Spielen in der Sonne und abendliches Sitzen am Lagerfeuer gehören zu einem spannenden Familien-Camping einfach dazu. Hier allerdings spielt auch die Sicherheit der Familie eine besondere Rolle. Je nach Reiseziel und Art des Urlaubs lohnt es sich, einige Hilfsmittel zum Schutz vor Insekten und der Sonne mitzunehmen. Ein gutes Spray oder eine Lotion mit Inhaltsstoffen, die Moskitos, Zecken und Bremsen fernhalten, ist ein absolutes Muss auf Reisen in die Natur. Zusätzlich sollte in Regionen mit besonders vielen Steckmücken gerade am Abend lange Kleidung getragen werden. Leichte Baumwollstoffe eignen sich gut, um die kleinen Plagegeister von der Haut fernzuhalten.

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Solider Sonnenschutz ist vor allem für Kinder wichtig. (Quelle: nicolehols (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

In Sachen Sonnenschutz ist eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor das A und O. Eltern und Kinder sollten sich schon morgens eincremen und den Schutz tagsüber immer wieder erneuern. In der Mittagshitze ist es besser, sich im Schatten aufzuhalten und eine kleine Pause einzulegen. Für zusätzlichen Schutz vor Sonnenstich sorgt auch ein guter Hut oder eine Kappe. Gerade bei Kindern sollten Sonnenhüte auch über einen Nackenschutz verfügen, da dieser Bereich oft nicht ausreichend geschützt ist.

6. Für gute Hygiene sorgen

Auf den meisten Campingplätzen gibt es Toiletten und Sanitäranlagen, die von allen Gästen gemeinsam genutzt werden. Das ist nicht weiter schlimm, sondern sogar erwünscht, denn es unterstreicht die Geselligkeit bei Campingurlauben. Dennoch ist es wichtig, für zusätzliche Hygiene zu sorgen. Geduscht werden sollte nur mit guten Badeschuhen, um Infektionen mit Fußpilz zu vermeiden. Nach dem Toilettengang ist es wichtig, sich die Hände gut zu waschen und gegebenenfalls auch ein Hand-Desinfektionsgel zu verwenden. So lässt sich das Risiko einer möglichen Ansteckung mit verschiedenen Erregern minimieren und der Urlaub kann in vollen Zügen genossen werden.

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Claudia
  • Autor: Claudia
  • Claudia hat nie daran gezweifelt, dass man auch mit Kindern campen kann. Luis erwies sich dann tatsächlich als Naturtalent und die ganze Familie genießt es, gemeinsam auf den Campingplätzen Europas zu entspannen. Besonders gerne reisen sie dabei ins Warme: Frankreich, Spanien und Portugal sind ihre liebsten Ziele.

    3 Kommentare

  1. Ich mag, dass Sie gesagt haben, dass man quasi eine Apotheke mitbringen soll! Manche haben spezifische Medikamente, die sie brauche, egal ob Sie campen oder nicht. Danke für die Tipps!

  2. Vielen Dank für den interessanten Artikel über Urlaub machen. Ich finde das Thema sehr spannend und habe im Internet auch schon einige gute Seiten gefunden.

    • Claudio Atzeni

      Hallo,
      vielen Dank! Schreibt gerne einen Kommentar, falls ihr da noch etwas ergänzen könnt.
      Freundliche Grüße
      Claudio

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