15 Tipps für perfekte Urlaubsfotos – Teil 2

Einige Tricks und Kniffe haben wir euch schon in Teil 1 unserer Liste der 15 Tipps für perfekte Urlaubsfotos gezeigt. Hier folgen nun weitere Tipps, mit denen ihr das Beste aus euren Urlaubsbildern herausholen könnt.

Tipp 8 – Komposition verändern

Muss das Hauptmotiv immer mittig vor dem Hintergrund platziert sein? Nein! Spielt ein wenig mit der Komposition eurer Fotos, damit sie auch beim späteren Betrachten noch interessant sind. Oft sind Bilder schöner, bei denen zwei Drittel des Hintergrunds rechts und ein Drittel links vom Hauptmotiv zu sehen sind.

Gerade wenn ihr eine Person mit einer Sehenswürdigkeit im Hintergrund aufnehmen möchtet, sind Experimente mit der Komposition eurer Bilder zu empfehlen. Ihr müsst nicht immer zwangsläufig von dem Punkt aus fotografieren, an dem ihr gerade steht. Sucht euch eine Position, in der das Hintergrundmotiv optimal zur Geltung kommt und probiert auch verschiedene Posen eures Models aus.

Tipp 9 – Brennweite nutzen

Je nach Motiv solltet ihr die maximale oder minimale Brennweite eures Objektivs ausnutzen. Die Brennweite beschreibt den Abstand zwischen dem Sensor der Kamera und der Mitte des Objektivs (für gewöhnlich in Millimetern). Je kleiner die Brennweite, desto weiter der Winkel des Lichteinfalls und je größer die Brennweite, desto näher wird das Motiv herangeholt. Mit anderen Worten: Je größer die Brennweite, desto näher zoomt ihr an das Motiv heran.

Für gute Kameras gibt es Objektive, die auf eine hohe oder niedrige Brennweite spezialisiert sind. Dabei ist zu beachten, dass ihr mit einem Weitwinkelobjektiv kein Portrait-Foto machen solltet. Der Kopf der fotografierten Person sieht dann seltsam verformt aus, etwa eierförmig. Das wäre dann vielleicht euer lustigstes, aber sicher nicht euer schönstes Urlaubsfoto.

Tipp 10 – Verhältnisse einbinden

Wenn ihr euch bei eurer Reisefotografie auf Landschaften spezialisiert, dann nutzt die Größenverhältnisse eurer Motive als Stilmittel, um eure Bilder interessanter zu machen. Fotografiert eine ferne Gruppe von Wanderern in hohen Bergen oder ein Schiff, das in der Entfernung wie ein Spielzeug aussieht. So sieht der Betrachter später, wie weitläufig die von euch fotografierte Landschaft tatsächlich ist.

Größe und Weite könnt ihr auch fantastisch einsetzen, indem ihr Motive im Vordergrund fotografiert. So kann es auf euren Fotos so aussehen, als ob eure Kinder die Kühe, die entfernt auf der Weide grasen, auf ihren Händen laufen lassen.

Tipp 11 – Unordnung vermeiden

Beim Betrachten eines ‚unruhigen‘ Fotos wird das Auge schnell vom eigentlichen Motiv abgelenkt. Also achtet beim Fotografieren gut störende Faktoren wie z.B. bunte Stangen oder Straßenschilder, die Unordnung ins Bild bringen könnten.

Auch solltet ihr unästhetische Gegenstände wie Papierkörbe, dreckige Gullys oder Müll am Straßenrand auf euren Bildern vermeiden. Daran möchtet ihr euch in der Regel später sowieso nicht gerne erinnern. Weitere unruhige Faktoren auf euren Urlaubsfotos können auch eine zu farbenreiche Umgebung oder ein überladener Hintergrund sein.

Tipp 12 – Fokus-Einstellung prüfen

Sicher kennt auch ihr Schnappschüsse von Familienfeiern, auf denen der Hintergrund scharf ist, aber die Personen im Vordergrund unscharf. Die Automatikeinstellung eurer Kamera wird meist den Mittelpunkt des Bildes fokussieren. Wenn ihr unsere anderen Tipps beachtet, ist dieser oft aber gar nicht euer Ziel.

Die meisten Kameras bieten verschiedene Optionen. Die einfachste ist das Fokussieren durch leichtes Eindrücken des Auslösers. Ihr löst einfach erst dann aus, wenn der gewünschte Teil eures Motivs scharf gestellt ist. Manche Kameras haben außerdem eine gute Gesichtserkennung, die euch beim Fotografieren von Personen schnell weiterhelfen wird. Zu guter Letzt gibt es noch den manuellen Fokus, mit dem ihr die Kontrolle selber übernehmt.

Tipp 13 – Urlaubsthema suchen

Wenn ihr euren Urlaub später als schöne Geschichte erzählen möchtet, dann könnt ihr euch am besten ein schönes Thema überlegen, von dem eure Geschichte handelt. So ein Thema kann eine schöne Inspiration für tolle Urlaubsbilder sein und bietet auch die Möglichkeit, diese sinnvoll zusammenzufügen.

Ihr könnt euch schon vor eurer Reise ein Thema überlegen, zum Beispiel die Kultur & Lebensweise der Einheimischen, außergewöhnliche Tiere & Pflanzen oder besondere Spezialitäten eures Gastlandes. Manchmal ergibt sich ein schönes Thema auch anhand der Ereignisse im Urlaub selbst, wodurch die Geschichte meist extra spannend wird.

Tipp 14 – Die goldene Stunde

Das Licht ist beim Fotografieren oftmals entscheidend. Auf Bildern, die ihr in der Mittagszeit gemacht habt, seht ihr oft harte Schatten, blassen Himmel oder verengte Augen. Die schönsten Fotos nehmt ihr hingegen eine Stunde nach Sonnenaufgang und eine Stunde vor Sonnenuntergang auf. Zu dieser Zeit wird eure Umgebung in goldenes und nicht zu grelles Licht getaucht. Wenn ihr schon vorher wissen möchtet, wann ihr an eurem Urlaubsort das beste Licht für tolle Urlaubsbilder habt, könnt ihr die beste Zeit auf dieser Website nachschauen.

Tipp 15 – Ehrliche Auswertung

Zuhause seht ihr euch eure Urlaubsbilder an, sortiert die aus, die nichts geworden sind und rahmt die schönsten ein. Dann ist es Zeit zu reflektieren: Haben sich eure Erwartungen erfüllt? Was hat besonders gut geklappt? Was könnt ihr beim nächsten Urlaub vielleicht noch besser machen? Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

Es ist wichtig, in gesundem Maße kritisch zu sein, um am Ende mit dem nächsten Urlaub und den Urlaubsbildern zufrieden zu sein. Lohnt sich ein wenig mehr Aufwand oder habt ihr schon zu viel Zeit und Mühe ins Fotografieren investiert? Das könnt nur ihr selbst entscheiden! Am Ende zählt aber auch das altbekannte Sprichwort: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Wie immer sind wir neugierig auf Tipps, die ihr selber noch auf Lager habt. Also hinterlasst uns gerne einen Kommentar!

Ronella van der Burgt
  • Autor: Ronella
  • Ronella liebt es, unbekannte Städte zu entdecken. Ihr Traumurlaub? Der ideale Mix aus Strand, Kultur, Architektur und Gastronomie. Am liebsten fährt sie nach Spanien und Italien. Gerne teilt sie ihre Tipps zu gemütlichen Restaurants, schönen Stränden und Campingplätzen in der Nähe ihrer Lieblingsstädte.

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