Seen in Italien: Was passt zu euch?

Italien besitzt Hunderte Seen, darunter auch einige besonders große. So hat dieses Land gleich 14 Seen, die etwa zehn Quadratkilometer groß sind (das entspricht ca. 2.000 Fußballplätzen!). Die meisten Touristen kennen den Gardasee, den Comer See und den Trasimenischen See. Aber auch die kleineren und unbekannteren Seen sind eine Reise wert: zum Segeln, Bootfahren, Stand Up Paddling, Kanufahren, Schwimmen, Angeln und vielen weiteren Aktivitäten. Und wer würde nicht gerne einen Campingurlaub voller Wasserspaß erleben?

Wasser soweit das Auge reicht 

Groß, größer, am größten: Für euch kann es gar nicht groß genug sein? Dann kommt ihr – fast buchstäblich – um den Gardasee und den Lago Maggiore nicht herum. Diese Giganten mit einer Wasserfläche von 370 bzw. 210 Quadratkilometern bereiten jedes Jahr Hunderttausenden Urlaubern schöne Ferien. Die zahlreichen Campingplätze an diesen Seen richten sich in erster Linie an Wassersportler und Sonnenanbeter. Boote mieten, Segel- und Tauchkurse besuchen, kitesurfen oder entspannt am Strand liegen: All das ist in den Campingparadiesen an den beiden größten Seen Italiens Teil des Angebots.

Gardasee bei Sonnenuntergang

  • Gardasee: unendliche Quelle für Ferienspaß
    Die meisten Campingplätze liegen an der Südseite dieses immensen Sees. Die Plätze sind häufig sehr groß und bieten ihren Gästen alle erdenklichen Annehmlichkeiten und Einrichtungen. Und dank nahegelegener hübscher Städte sowie spannender Vergnügungsparks ermöglichen sie der ganzen Familie einen Spitzenurlaub. Im Westen ist das Ufer von bewaldeten Berghängen geprägt, sodass man mit Blick auf den See campt. Aber auch die ruhigere Ostseite ist sehr charmant: Hier schmücken Weingärten und Olivenhaine die Landschaft.

Campingplätze am Gardasee:

  • Lago Maggiore: grenzenlose Erholung
    Dieser langgestreckte, idyllische See liegt teils in Italien und teils in der Schweiz. Das Wasser kann man sowohl auf der italienischen als auch auf der schweizerischen Seite auf Campingplätzen genießen. Der Kontrast zwischen den Bergen am Ufer (mit bis zu 3.000 Meter hohen Gipfeln) und grünen Tälern sowie schönen Stränden ist sehr reizvoll. Das östliche Ufer besteht größtenteils aus einer urwüchsigen, hügeligen Landschaft. Das Ufer im Westen ist dagegen mit blühenden Parks und Gärten, Villen und Palais übersät. Das Klima auf dieser Seeseite ist subtropisch.

Campingplätze am Lago Maggiore:

Schöne mittelgroße Seen

Wer einen See mit Freizeitangeboten sucht, aber den Massentourismus „der großen zwei“ lieber meiden möchte, dem stehen verschiedene Gewässer zur Wahl. Der Ortasee (18,2 km²) und der Idromeer (10,9 km²) sind beispielsweise zwei wunderschöne Seen von mittelgroßem Format. Dabei aber immer noch groß genug, um ein interessantes Revier für Fahrten mit einem Boot, Surfbrett oder Kanu darzustellen. Oder zum Faulenzen an einem der Strände. Hier verbringt man den Urlaub in einer charmanten, ruhigen Gegend.

  • Ortameer: unbekannter Bruder des Lago Maggiore
    Eingerahmt von den Ausläufern der italienischen Alpen ist der Ortasee atemberaubend schön. Die romantische Insel im See, die Isola San Giulio, ist unbedingt einen Besuch wert. Aber nicht nur auf dem See kann man sich erholen, auch wer ins Wasser geht, kann viel entdecken. Der See so klar, dass kann man an manchen Stellen sogar schnorcheln kann. Sowohl an den höher gelegenen Uferabschnitten als auch direkt am See liegen zahlreiche kleine Campingplätze, auf denen die ganze Familie einen entspannten Urlaub erlebt. Und was wäre schöner als der Aufenthalt auf einem Campingplatz mit einem eigenen kleinen Strand? 

Der Ortasee und ein Teil der Isola San Giulio

  • Idrosee: kleinere Nachbar des Gardasees
    Etwa 15 Kilometer östlich des Gardasees liegt sein kleinerer Nachbar. Der auffallend saubere See ist umgeben von grasgrünen Bergen und flacheren Ufern mit charmanten Fischerdörfern. Auch an diesem See findet man kleinere Campingplätze mit privaten (Kiesel-)Stränden. In aller Ruhe durchs Wasser waten, sich auf einer Luftmatratze treiben lassen oder am Ufer die malerische Natur genießen: Dem Urlaubsgenuss sind keine Grenzen gesetzt. Um die Qualität des klaren Bergwassers zu schützen, dürfen hier keine Motorboote fahren. Der Idrosee ist also das Reich der Schwimmer, Surfer, Segler und Angler.

Campingplätze am Idromeer

Kleine Juwele

Wie wir schon gesehen haben, ist größer nicht immer gleich besser. Auch kleinere Seen können etwas Besonderes sein. Zudem lässt sich ein See mit einer bescheidenen Fläche leichter zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden. Auf diese Weise kann man das Wasser von allen Seiten betrachten. Wenn ihr keinen Wert auf schnelle Jetskis, Bananenboote und Megastrände legt, dann sind diese beiden eher unbekannten, aber außergewöhnlichen Seen vielleicht interessant für euch!

  • Misurinasee: hochgelegen und heilkräftig
    Der Misurinasee ist ein natürlicher See, der fast 1.800 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Mit einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern ist er vergleichsweise klein – aber dafür besitzt er eine große Wirkung. Das Klima in seiner Umgebung ist sehr heilsam für Asthmapatienten. Es ist kein Zufall, dass am Ufer ein Zentrum für Atemwegserkrankungen liegt. Auf diesem See kann man übrigens hervorragend Tretbootfahren: eine schöne Aktivität für die ganze Familie. Dank Dutzender Hotels am Misurinasee gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Übernachten. Man findet aber auch einige ausgezeichnete Campingplätze in der Nähe, beispielsweise den Camping Caravan Park Sexten.

Misurinasee

  • Lago di Vagli: Geisterstadt unter Wasser
    Mit einer Fläche von etwas mehr als einem halben Quadratkilometer ist dieser See der größte Wasserspeicher der Toskana. Der künstliche See – und der dazugehörige Staudamm – wurden 1946 von einer italienischen Elektrizitätsgesellschaft angelegt. Infolgedessen verschwand das Dorf Fabbriche di Careggine. Die Einwohner wurden in ein neues Dorf namens Vagli di Sotto umgesiedelt. Bei niedrigem Wasserstand sieht man den Kirchturm aus dem Wasser hervorragen. Alle zehn bis zwanzig Jahre muss das Wasser aus dem Stausee für Reparatur- und Wartungsarbeiten abgelassen werden. In dieser Zeit kann man durch das alte Dorf schlendern und sich die Überreste ansehen. Zum letzten Mal war das 1994 möglich.

Weitere Seen

Kennt ihr noch andere Seen, an denen ihr Wasserspaß erlebt habt? Oder möchtet ihr zu den Seen in diesem Blog einen Kommentar abgeben? Bitte lasst es uns wissen. Wir sind neugierig, mehr zu erfahren (und andere Camper ebenfalls)!

Jeroen Timmermans
  • Autor: Jeroen Timmermans
  • Von Calais bis Cannes, von Nantes bis Nancy: Jeroen hat Frankreich bereits gut kennengelernt. Gemeinsam war er früher mit seinem Zeltanhänger wochenlang auf den schönsten Campingplätzen unterwegs. Später ging es vor allem mit dem Wohnmobil durch das restliche Europa. Am liebsten mag er kulturelle Städtereisen, gerne mit Seilbahn und toller Aussicht.

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