Krka-Wasserfälle: Da müsst ihr hin!

Okay, ihr müsst nichts. Aber wenn ihr in Kroatien Urlaub macht, ist es sehr zu empfehlen, den Krka-Nationalpark zu besuchen. Wenn ihr durch diese Landschaft geht, fühlt ihr euch, als wärt ihr in einem Märchen gelandet. Smaragdgrüne Seen, kleine und große Wasserfälle sowie eine reiche Flora und Fauna machen den Aufenthalt in diesem Nationalpark zu einem wahren Vergnügen.

Während unseres Urlaubs in Kroatien wollten mein Freund und ich unbedingt diesen Nationalpark besuchen. Aber der Krka-Nationalpark ist groß. Sehr groß sogar. Er besteht nicht nur aus Wasserfällen, sondern bietet noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Wir haben uns jedoch entschieden, nur einen kleinen Teil anzuschauen und uns auf die Wasserfälle zu konzentrieren.

Krka-Nationalpark - Kroatien

Wir kamen um ca. ein Uhr am Lozovac-Eingang an, einem von fünf Eingängen. Hier kann man gratis parken und erreicht nach einer Viertelstunde zu Fuß den Anfang des Parks. Überall wird empfohlen, möglichst früh an einem touristischen Ort einzutreffen, um den Menschenmassen zu entgehen. Diesen Tipp hatten mein Freund und ich (leider) in den Wind geschlagen. Das büßten wir damit, dass wir anfangs in einer Art Zug aus Menschen durch den Nationalpark liefen. Zum Glück löste dieser sich bald auf, weil die Besucher nach und nach verschiedene Wege einschlugen und in unterschiedlichem Tempo gingen.

Krka-Wasserfälle

Spaziergang durch ein grünes Märchen

Im Nationalpark läuft man über Wege aus Holzbohlen durch eine feenhafte Landschaft. Jedes Häufchen Moos mit glitzernden Wassertropfen, jeden plätschernden Wasserfall und jede Form von Wildlife, der man begegnet, möchte man fotografieren. So schön ist es. Alles ist so grün: ein purer Genuss für Naturfreunde.

Nachdem wir ein Stück gegangen sind, hören wir auf einmal ein Rauschen. Je weiter wir gehen, desto lauter wird dieses Geräusch. Wir nähern uns einem der größeren Wasserfälle! Es ist ein mächtiges Spektakel, wie das Wasser in riesigen Mengen ununterbrochen in die Tiefe prasselt. Zeit, die Aussicht zu genießen und Zeit für ein Selfie. Viel Zeit hat man nicht, sich hier aufzuhalten, denn viele Menschen warten darauf, ebenfalls einen Blick auf den Wasserfall zu erhaschen. Wir gehen rasch weiter.

Am Ende eines zwei- bis dreistündigen Spaziergangs erwartet uns der schönste und größte Wasserfall von allen: der Skradinski buk. Eine echte Augenweide!

Krka-Nationalpark

Nehmt die Badesachen mit!

Am Skradinski buk besteht die Möglichkeit zu schwimmen. Man kommt sich vor wie im Paradies, wenn man in das kühle Wasser springt und sich mit Blick auf diesen imposanten Wasserfall im Wasser treiben lässt. Hier in den See einzutauchen, ist der perfekte Abschluss für einen Besuch des Krka-Nationalparks.

Ihr seid allerdings nicht die einzigen, die hier ein paar Bahnen ziehen möchten. Rund um den See gibt es nur wenige Plätze, an denen man ein Weilchen sitzen kann. Es sei denn, man macht sich nichts daraus, auf dem Boden zu sitzen. An diesem Badeort gibt es auch einige Imbiss- und Getränke-Stände. Das Angebot ist zwar nicht billig, kommt einem aber trotzdem gelegen, wenn man selbst nichts mitgenommen hat.

Krka-Wasserfälle

Bootfahren

Der Nationalpark ist rund um den Fluss Krka angelegt, dem er auch seinen Namen verdankt. Und natürlich ist es auch möglich, den Park vom Fluss aus zu besichtigen! Es werden zahlreiche Bootstouren auf unterschiedlichen Routen angeboten.

So kann man sich beispielsweise vom Eingang Skradin mit einem Boot zum größten Wasserfall Skradinski buk bringen lassen. Die Bootsfahrt dauert ungefähr 25 Minuten. Das Boot legt zu jeder vollen Stunde Richtung Nationalpark ab und fährt alle halbe Stunde zurück in die kleine Stadt Skradin. Vom Boot aus hat man eine schöne Aussicht auf die Umgebung.

Es ist auch möglich, eine Bootsfahrt zur Insel Visovac zu unternehmen. Dort kann man sich in einem Franziskanerkloster, einer Kirche und einem Museum umschauen. Die Insel ist nur im Rahmen einer geführten Exkursion zu besichtigen. Eine Exkursion dauert insgesamt zwei Stunden, von denen man eine halbe Stunde tatsächlich auf der Insel zubringt.

Neben dem „Skradinski buk“-Wasserfall ist auch der „Roški slap“-Wasserfall einen Besuch wert. Wer möchte, kann auch dahin mit dem Boot fahren. Die Fahrt dauert vier Stunden und umfasst einen Stopp auf der Insel Visovac, eine Fahrt durch die „Među grede“-Schlucht und einen einstündigen Spaziergang am Roški slap.

Jetzt braucht ihr euch nur noch zu entscheiden, wie ihr den Nationalpark am liebsten besichtigen wollt.

Praktische Tipps:

  • Informiert euch gut vorab: Der Nationalpark ist sehr groß und es gibt zahllose Sehenswürdigkeiten, Wanderrouten, Bootsfahrten und Exkursionen. Lest euch ein und legt im Voraus fest, was ihr euch anschauen möchtet.
  • Eintrittspreise: Die Preise sind je nach Jahreszeit verschieden. Von Juni bis September zahlt man 200 Kuna (26 €) pro Person. Dafür erhält man ein Ticket, das Zugang zum gesamten Nationalpark beinhaltet. Für Exkursionen zahlt man extra. Hier geht es zu den Preisen im Detail.
  • Zieht gute Wanderschuhe an: Um die Krka-Wasserfälle zu Fuß zu erreichen, geht man vom Parkplatz (875 Meter) auf einem Weg bergab, der mit losen Steinen übersät ist. Hier in offenen Schuhen zu gehen, ist etwas gefährlich.
  • Transferbus: Keine Lust zu laufen? In dem Fall ist es zwischen April und Oktober möglich, einen Bus zu nehmen. Man steigt am Parkplatz ein und lässt sich am Parkeingang absetzen – und umgekehrt. Die Busfahrten sind im Eintrittspreis inbegriffen. In den übrigen Monaten darf man mit dem eigenen Auto zum Anfangspunkt des Nationalparks fahren.
  • Hunde sind zugelassen: Wer seinen Hund in diesen Nationalpark mitnehmen möchte, hat die Erlaubnis dazu! Der Hund muss nur die ganze Zeit an der Leine geführt werden.

Campingplätze in der Nähe des Krka-Nationalparks

Wir haben im Zaton Holiday Resort gecampt. (Wie es uns gefallen hat? Das lest ihr hier.) Von diesem Campingplatz aus haben wir die Krka-Wasserfälle besucht, die Fahrt hat etwa eine Stunde und 20 Minuten gedauert. Das ließ sich gut machen! Andere schöne Campingplätze in der Nähe sind:

  • Autor: Lucia Velthuis
  • Sie ist eine echte Campingliebhaberin, manchmal entscheidet sie sich jedoch für den zusätzlichen Komfort eines Glamping-Zelts! Inzwischen darf sie sich Glamping-Expertin nennen. Jetzt inspiriert sie gern mit neuen Ideen und guten Tipps für einen gelungenen Camping- oder Glamping-Urlaub.

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