Dos und Don’ts am „schwarzen Samstag“

Niemand will zu Beginn seines Urlaubs stundenlang im Stau stehen. Natürlich kann man sich dazu entscheiden, an einem anderen Tag loszufahren, aber das hat man nicht immer in der Hand. Zum Beispiel weil bei der gewählten Unterkunft feste Ankunftstage gelten. Ich habe euch eine Liste mit Dos und Don’ts für den berüchtigten schwarzen Samstag in Frankreich zusammengestellt und habe auch noch einige Tipps, falls ihr wider Erwarten doch im Stau stehen solltet.
Vermeiden Sie es, am schwarzen Samstag im Stau zu stehen.

Ein Stück Geschichte

Vorab: Warum spricht man eigentlich vom schwarzen Samstag? Für die Bezeichnung gibt es zwei Erklärungen. Die erste ist sehr traurig. Einer der schwersten Verkehrsunfälle der französischen Geschichte ereignete sich 1982 an einem Samstag. Dabei prallten ein Bus und mehrere Pkw aufeinander; zahlreiche Menschen kamen zu Tode, darunter viele Kinder. Ein Samstag mit hohem Stauaufkommen wird seitdem als „schwarzer Samstag“ bezeichnet. An schwarzen Samstagen besteht auf Frankreichs Straßen immer noch ein Fahrverbot für Busse mit Kindergruppen.

Außerdem verwendet die französische Verkehrssicherheitsbehörde ein Farbsystem, mit dem die Verkehrsdichte angezeigt wird. Schwarz steht dabei für ein extrem hohes Stauaufkommen. Nicht nur in Frankreich wird an diesen Samstagen viel Stau erwartet, sondern auch in Süddeutschland und an den Tunneln Richtung Italien.

Schwarze Samstage 2018

In diesem Jahr sind der 4. und 11. August als schwarze Samstage ausgewiesen. Überdies werden die Straßen auch am 28. Juli ziemlich voll sein. An diesem Tag wird viel „chassé-croisé“ (Urlaubsverkehr) erwartet, da nicht nur zahlreiche Franzosen in den Urlaub Richtung Süden fahren, sondern auch viele Urlauber wieder in den Norden zurückkehren.

Dos und Don’ts am schwarzen Samstag

Wie vermeidet ihr Staus am besten? Hier sind die Dos:

  • Macht euch zwischen Montag und Donnerstag oder am Sonntag auf den Weg in den Urlaub.
  • Ihr wollt doch an einem schwarzen Samstag in die Ferien starten? Dann fahrt nicht so früh los, sondern eher spät; so fahrt ihr dem Stau hinterher.
  • Vermeidet die großen Autobahnen, wie die Autoroute du Soleil von Paris nach Lyon und Marseille und wählt eine touristische Route (nur, wenn auf der Autobahn wirklich alles stillsteht, sonst fährt man große Umwege).
  • Kauft vorab eine Mautplakette (Badge). So vermeidet ihr die berüchtigten Schlangen an den Mautstellen.
  • Fahrt einige Ausfahrten vor den großen Mautstellen von der Autobahn ab. Folgt der alternativen Strecke und fahrt nach den großen Mautstationen wieder auf die Autobahn auf.
  • Fahrt fürs Tanken von der Autobahn ab. Dort ist es entspannter als an den Tankstellen direkt an der Autobahn (auch auf den Toiletten!). Ein weiterer Vorteil: Benzin ist häufig günstiger als an den Autobahn-Tankstellen.

Und was solltet ihr besser sein lassen? Hier sind die Don’ts:

  • An einem schwarzen Samstag in die Ferien fahren (logisch!)
  • An einem anderen Samstag im Juli oder August in den Urlaub aufbrechen; Staus sind auch an diesen Tagen sehr wahrscheinlich.
  • Freitagnachts direkt vor dem schwarzen Samstag losfahren; so erreicht man Frankreich genau dann, wenn die Staus gerade entstehen.

Entspannte Autofahrt mit Kindern.

Stau-Tipps

Solltet ihr gezwungenermaßen an einem schwarzen Samstag unterwegs sein oder wider Erwarten doch im Stau stehen, habe ich noch einige Stau-Tipps:

  • Versucht das Auto stets leicht rollen zu lassen (indem ihr genug Abstand zum Vordermann haltet). Aus dem Stand anzufahren kostet mehr Benzin, ist schlecht für die Kupplung und weniger angenehm für eure Mitfahrer.
  • LKW bieten Schatten; macht euch das, wenn möglich, zu Nutze.
  • Nehmt ausreichend Getränke mit. Achtet jedoch darauf, dass Kinder nicht zu viel trinken, denn dann müssen häufiger Klopausen eingelegt werden.
  • Habt etwas für eure Kinder in petto, damit keine Langeweile aufkommt. Nehmt beispielsweise kleine Geschenke mit, die ihr euren Kindern bei Stau geben könnt, damit sie abgelenkt sind.

Sollte schon im Voraus klar sein, dass ihr euer Reiseziel innerhalb eines Tages nicht erreichen könnt, dann plant eine Übernachtung ein. So seid ihr abends weniger müde und könnt am folgenden Tag ausgeruht weiterfahren. Bucht etwas im Voraus, denn bei viel Stau werden mehrere Reisende auf die Idee kommen, irgendwo anzuhalten und zu übernachten.
Hoffentlich seid ihr mit diesen Dos und Don’ts und den Tipps weniger vom schwarzen Samstag betroffen. Und vergesst nicht: Ihr habt Urlaub. Macht euch also nicht allzu viel Stress!

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Emily
  • Autor: Emily
  • Früher fuhr Emily jeden Sommer mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Frankreich, Spanien oder Italien in den Campingurlaub. Heute campt sie noch immer gerne - am liebsten auf Campingplätzen, die nah am Strand liegen. Für einen abwechslungsreichen Urlaub sucht sie zusätzlich nach Urlaubszielen, bei denen es genügend Möglichkeiten für Ausflüge in die nähere Umgebung gibt.

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