Schöne Orte an der Küste der Toskana
23 April, 2026
Die toskanische Küste ist vielleicht weniger bekannt als das Landesinnere mit seinen sanften Hügeln und Weinbergen, aber diese Küstenlinie sollte nicht unterschätzt werden. Hier gibt es zahlreiche schöne Orte für einen sonnigen Campingurlaub mit der Familie. Dieser Blog führt entlang der Highlights. Flip-Flops nicht vergessen!
Inhaltsverzeichnis
Zusammengefasst
Die toskanische Küste bietet alles: Strand, Kultur und Natur. Im Norden liegt Versilia mit breiten Sandstränden und eleganten Badeorten wie Viareggio und Forte dei Marmi. Etwas weiter südlich befinden sich stimmungsvolle Orte wie Castiglioncello und Castiglione della Pescaia. Letzteres überrascht mit einem gemütlichen historischen Zentrum, schönen Stränden und dem vogelreichen Naturgebiet Diaccia Botrona.
Wer lieber Stadtleben mag, wird in Livorno fündig: mehrere Märkte, gute Fischrestaurants und Kanäle, die an Venedig erinnern. Bei Populonia wartet etruskische Geschichte mit Meerblick.
Auch für Ruhesuchende ideal. Elba ist bekannt für Sandstrände, grüne Hügel und authentische Küstenorte. Cala Violina und Cala Civette bieten versteckte Buchten mit kristallklarem Wasser, erreichbar nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad – perfekt zum Schnorcheln oder zum Abschalten.
Campingplätze an der toskanischen Küste
Castiglioncello
Die raue Küstenlinie bei Castiglioncello.
Castiglioncello ist ein stimmungsvoller Küstenort an der etruskischen Küste, gelegen auf einer felsigen Landzunge mit herrlichem Blick über das Tyrrhenische Meer. Einst ein Fischerdorf, entwickelte es sich im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Badeort unter Künstlern. Mit dem Bau des Pasquini-Schlosses und Strandeinrichtungen begann der Tourismus zu wachsen.
Mehrere kinderfreundliche Sandstrände wie Spiaggia del Circolo Nautico und Baia del Quercetano sowie felsige Buchten wie Punta Righini und I Pungenti stehen zur Auswahl. Auch kulturell hat der Ort einiges zu bieten, etwa das Pasquini-Schloss, den Medici-Aussichtsturm und das archäologische Museum.
Castiglione della Pescaia
Die mittelalterliche Burg von Castiglione mit Blick über die Stadt.
Sonne, Meer und ein mittelalterliches Zentrum auf einem Hügel: Castiglione della Pescaia vereint alles. Der Badeort in der Maremma liegt direkt an der Küste und ist seit Jahren dank breiter Sandstrände, klarem Wasser und der Blauen Flagge ein Magnet für Strandliebhaber.
Nach einem Tag am Meer geht es direkt ins historische Zentrum. Enge Gassen, Treppen und lebendige Terrassen sorgen für echte Urlaubsstimmung. Auf dem Monte Petriccio liegt die Burg mit Blick über die Küste und ist besonders eindrucksvoll bei Sonnenuntergang.
Die Stadt lebt seit Jahrhunderten vom Meer. Fischerei und Handel prägten die Geschichte und sind bis heute spürbar. Im Hafen schaukeln bunte Boote, auf den Speisekarten stehen fangfrische Fischgerichte. In der Via Montebello und auf der Piazza G. Solti lässt sich die lokale Küche mit Aussicht genießen.
Naturfreunde finden nahe dem Ort das Naturgebiet Diaccia Botrona, ein Sumpfgebiet mit vielen Vogelarten, Flamingos inklusive. Für einen Strandtag bietet die Via Roma sowohl freie Strände als auch Strandbars mit Liegen. Im Sommer gut besucht, daher lohnt es sich, früh zu kommen.
Populonia
Etruskische Ruinen mit Blick auf die Bucht von Baratti.
Populonia liegt hoch auf einer Klippe an der toskanischen Küste mit Blick auf die grüne Bucht von Baratti. Es ist die einzige etruskische Stadt am Meer. Die Etrusker lebten in Italien vor den Römern, und ihre Städte lagen oft auf erhöhten Aussichtspunkten.
Von der Festung Rocca di Populonia eröffnet sich der Blick auf einen hufeisenförmigen Strand mit dunklem Sand, entstanden durch jahrhundertealte Eisenverarbeitung. Der archäologische Park führt vorbei an Gräbern, Tempeln und Überresten etruskischer und römischer Bauwerke.
Der Ort selbst ist klein, aber charmant, mit engen Gassen, lokalen Geschäften und Restaurants mit toskanischer Küche. Der Weg dorthin führt durch duftende Pinienwälder und das „pratone“ von Baratti, eine große Wiese, die sich ideal zum Picknicken eignet.
Livorno
Terrazza Mascagni, der bekannte schwarz-weiße Platz in Livorno.
In Livorno führen breite Promenaden entlang des Meeres, die Markthalle lockt mit einem Sandwich „5 e 5“ (Kichererbsenpfannkuchen im Brot), und das venezianische Viertel begeistert mit Kanälen und Brücken. Für Kultur bieten sich das Fort Vecchia oder das Museo Fattori mit toskanischer Kunst an.
Auf der Piazza della Repubblica zeigt sich das lebendige Stadtleben. Für Kinder ist das Aquarium von Livorno ein Highlight. Kulinarisch stehen frischer Fisch, cacciucco und torta di ceci im Mittelpunkt – einfach und authentisch. Ein Besuch der Mercato Centrale lohnt sich ebenfalls. Via Grande und Via Ricasoli sind die wichtigsten Straßen für Mode und Souvenirs.
Versilia
Versilia wird auch „die goldene Küste der Toskana“ genannt.
Die Toskana ist bekannt für Hügel und mittelalterliche Städte, doch auch die Küste hat viel zu bieten. Im Norden liegt Versilia: ein sonniger Küstenstreifen mit goldgelben Stränden, eleganten Badeorten und lebendigen Kunststädten, in der Nähe von Lucca, Pisa und Florenz.
Seit Jahrzehnten zieht Versilia Urlauber an. Sonne, Kultur und ein Hauch Glamour treffen hier zusammen. Schon in den 1960er-Jahren traten Stars wie Ray Charles und Edith Piaf hier auf.
Forte dei Marmi ist der bekannteste Ort der Region: einst Marmorlager, heute ein luxuriöser Badeort mit Designerläden, stilvollen Beachclubs und Wochenmarkt. Der Pier ist ein markantes Wahrzeichen mit Blick auf Fischerboote und Berge. Die Strände sind sauber, gepflegt und familienfreundlich und mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.
Elba
Die Festung von Portoferraio mit Blick auf das italienische Festland.
Elba ist eine vielseitige Insel vor der toskanischen Küste. Klein, aber abwechslungsreich: kurvenreiche Straßen mit Meerblick, kristallklare Buchten und Strände wie Capo Bianco, Fetovaia und Marina di Campo. Von Piombino aus ist Elba nach etwa einer Stunde Fährfahrt erreichbar. Auch für Familien gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
Die Hauptstadt Portoferraio überzeugt mit bunten Häusern, kleinen Plätzen und Meerblick. Ein Besuch von Napoleons Haus ist möglich, doch im Mittelpunkt stehen vor allem Natur, Strand und Erholung.
Cala Violina und Caia Civette
Der abgelegene Strand von Cala Violina.
Cala Violina und Cala Civette sind zwei versteckte Buchten an der toskanischen Küste, umgeben von Natur und nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Cala Violina liegt im Naturgebiet Bandite di Scarlino und ist bekannt für feinen Sand und kristallklares Wasser. Der Weg dorthin (2 oder 6 km) bietet bereits beeindruckende Ausblicke auf das Meer, bei klarem Wetter sogar bis zur Insel Elba. Vergiss deine Kühlbox, die Sonnencreme und den Schnorchel nicht, da es am Strand keine Einrichtungen gibt. Nimm außerdem möglichst wenig mit, weil du alles selbst durch den Wald tragen musst.
In derselben Region liegt Cala Civette, benannt nach dem Wachturm Torre Civette. Die Bucht ist ruhiger, ursprünglicher und nahezu unberührt. Keine Strandbars oder Liegen: Hier stehen Natur und Ruhe im Mittelpunkt.
Schnorcheln ist hier besonders lohnenswert: klares Wasser und vielfältiges Meeresleben von Goldbrassen bis Seepferdchen und Seesternen. Der Meeresboden fällt flach ab und eignet sich auch für Kinder. Erreichbar ist Cala Civette über Puntone di Scarlino (5 km) oder Val Martina (2,5 km). Parkplätze sind kostenpflichtig (eine Reservierung im Sommer empfehlenswert). Früh kommen sichert die besten Plätze.
Campingplätze an der toskanischen Küste
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